Josephine Sagna – being it

Wie heißt es so schön: Man(n) wächst mit seinen Aufgaben. Und/oder mit seiner Familie. Als BIPoC-Patchwork-Familie (BIPoC = Abkürzung für "Black, Indigenous, People of Color") wird "Schacher" mit einer hochqualitativen, feministischen Anti-Rassismus-Schau mit deutschen sowie afrikanischen Einschlägen politisch.

Ihre Erfahrungen und Emotionen als Schwarze Frau in einer überwiegend weißen Gesellschaft und zwischen mehreren Kulturen integriert Josephine Sagna sehr konkret, bunt und lebenslustig in ihre explizit das BIPoC-Thema fokussierenden Gemälde und Teppiche. Positiv und selbstbewusst motiviert sie zum Blick über den Tellerrand auf ihre binationale Kultur und stößt damit ein Überdenken eigener sozialer Konditionierungen an.

Sich selbst inszenierende Frauen stellen sich selbstbewusst den westlichen Schönheitsidealen entgegen – oft unterstützt von Schrift und Graffiti-Parolen. Vorhandene Denkmuster der Betrachter werden angefixt, aufgewirbelt und eventuell neu geordnet. Die Präsentation neuer Werke von Josephine Sagna changiert zwischen exklusiver Schau mit binationalen Einflüssen, sozialem und kulturellem Eye-Opener, schriller Modenschau und Beitrag zur Völkerverständigung.

Josephine Sagna wurde 1989 in Stuttgart geboren, wuchs in Ulm auf und studierte Malerei in Hamburg. Aktuell pendelt sie zwischen Norddeutschland und Südfrankreich.

Im "Projektraum" der Galerie zeigt Shalva Gelitashvili (1991 geboren in Tiflis/Georgien, lebt in Stuttgart), der im Juli 2022 zusammen mit Claudia Thorban die "Schacher"-Koje auf der Art Karlsruhe bespielt, neue Gemälde.

Alle Exponate sind auf www.galerie-schacher.de auf den "KünstlerInnen"-Seiten von Sagna und Gelitashvili abgebildet.

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