Palmer

Station neun / Veronika Askani und Diane Gorman

Palmer

Die beiden Künstlerinnen könnten gegensätzlicher kaum sein – figurativ arbeitend die eine, abstrakt die andere – gerade, heiter und lustvoll malend diese, komplex und ringend jene.

Während Veronika Askani typische Szenen aus Fotoalben malerisch umsetzt, also von konkret Vorgegebenem ausgeht, entwickelt Diane Gorman ihre Bilder aus Gesten und Bewegungen, der Biegsamkeit von Eisendraht, der Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Schnittmengen gibt es dennoch, zumindest in den für diese Präsentation ausgewählten Arbeiten. Die sind zum einen formal – "grafisch" und farblich reduziert auf schwarz und Erd- oder Rosttöne –, zum anderen betreffen sie eine gewisse "Verrückung" vom behandelten Thema zur Wirkung:

Askani öffnet durch ihre Art der Malerei wie zufällig und mit unschuldiger Miene die Tür in die unheilvollen Familien-Hinterzimmer. Gorman hingegen verarbeitet eigene schwere Zeiten zu poetischen Abstraktionen und tilgt damit das Traumatische.

Auf der einen Seite wird das Harmlose oder mit persönlichen Erinnerungen positiv belegte Vorbild zur Matrize für mögliche Wunden und Horrorgeschichten, auf der anderen Seite die persönliche Wunde zu einem befreienden Spiel der Gesten, die sich spielend auch mit Leichtem verbinden lassen.

Eröffnung: Freitag, 11. Juni, 17-22 Uhr und Samstag, 12. Juni, 11-16 Uhr.
Anmeldung und Test nicht nötig, Maske und Abstand obligatorisch.

Ca. 10 – 12 Personen gleichzeitig. Wir bemühen uns um fliegenden Wechsel und einen angenehmen Aufenthalt im Hof während eventueller Wartezeiten.